Same same but different, Sprachen

Blitzpost am Schlepptop

Das Jiddische ist unter uns, auch wenn nicht mehr viele Sprecherinnen und Sprecher diese Sprache pflegen – viele Begriffe des jiddischen haben ihre linguistische Heimat im Deutschen gefunden.

Die sogenannte Schmelzsprache entstand im 11. Jahrhundert aus dem Mittelhochdeutschen. Den besonderen Schliff aber bekam das Jiddische aufgrund der vielen Einflüsse, die an den westgermanischen, hebräischen, aramäischen, romanischen und slawischen sprachlichen Spuren zu erkennen sind. Im heutigen Sprachgebrauch werden viele Begriffe aus dem Jiddischen verwendet. Manche lassen ihren Ursprung vielleicht erahnen wie: Haberer oder Hawara (von chaver für Freund, Mann, Kumpel), koscher (jiddisch für tauglich, gesund), meschugge (verrückt – kommt von meschuga) oder Tacheles reden (Klartext sprechen).

Aber auch Begriffe oder Wendungen wie: Hals und Beinbruch (Verballhornung von hazlacha uwracha für Erfolg und Segen), blau machen (betrunken, faul sein), Schlamassel (Unglück – Schlimasel), schmusen (aus dem Jiddischen für schmuo) oder Ramsch (ursprünglich rama’ut für wertloses Zeug) oder Schnorrer kommen aus dem Jiddischen.

Natürlich geht das Jiddische auch mit der Zeit und hat auch für die Dinge des 21. Jahrhunderts eigene Bezeichnungen. Der Schraijbmaschinke (Schreibmaschine) folgte der Shleptop und über das Internetz wird die Blitzpost versendet!